Es war gegen halb vier am Nachmittag, als es mollig warm wurde im Weinheimer Schlosspark – zumindest für die Besucher des Weinheimer Sommertagszuges, die in der Nähe des riesengroßen Schneemanns standen. Als der nämlich in Flammen aufging vor der Kulisse des Schlosses, gingen die Temperaturen in die Höhe. Gefühlt und symbolisch, denn mit der Winterverbrennung wird in Weinheim seit über 100 Jahren die kalte Jahreszeit vertrieben. Väterchen Frost hat nun nichts mehr zu melden.

So war es auch wieder am Sonntag, bei einem bestens organisierten Sommertagszug, der sich von der Peterskirche durch die Stadt zum Schlosspark schlängelte – angeführt von einer großen (und lauten) Musikgruppe der Musikschule Badische Bergstraße, dann folgten der Schneemann mit seinen beiden Begleitern, dem Sommer und dem Winter, davor Brezelträger Simon Pflästerer mit der übergroßen Brezel am Stecken, dann das Sommertagskomitee mit Oberbürgermeister Manuel Just in der Mitte. Für den Rathauschef hatte die Liedzeile „Scheiden tut weh“ diesmal eine besondere Bewandtnis, denn am 1. Mai wechselt er bekanntlich als neuer Landrat des Rhein-Neckar-Kreises aufs Heidelberger Landratsamt.

Aber zunächst konnte er noch einmal ein sehr positives Fazit der Traditionsveranstaltung ziehen. Trotz zunächst noch kühler Temperaturen kam der Sommertagszug mit rekordverdächtigen Zahlen daher: Rund 3000 Teilnehmer bildeten den Zug, begeisterten die Besucher mit kreativen Beiträgen, Musik und buntem Wagenschmuck. Mehr als 10 000 Personen insgesamt füllten die Weinheimer Innenstadt. Bei so vielen fröhlichen und gut gelaunten Menschen musste sich der Winter schnell ergeben, so dass es jetzt wieder heißt wie jedes Jahr: Der Frühling beginnt in Weinheim.

Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 15. März 2026

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