IG Altbergbau eröffnet am Samstag, 27. Juni, sein Bergbau-Museum in Hohensachsen und lädt zum Aktionstag mit Führungen und Besichtigungen.

Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit ist es soweit: Der Museumsraum Hohensachsen öffnet am Samstag, 27. Juni, 10 Uhr, zum ersten Mal seine Pforte. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald, die das mittelalterliche Bergwerk „Grube Marie in der Kohlbach“ im Auftrag der Stadt Weinheim als Besucherbergwerk betreiben, präsentieren in der neu erarbeiteten Ausstellung, welche Bezüge zwischen Rohstoffgewinnung und Landschaftsentwicklung in der Kulturlandschaft des UNESCO Geoparks Bergstraße-Odenwald stecken.

Die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald wurde 1996 gegründet, feiert also 30-jähriges Bestehen. Der Museumsraum im Erdgeschoss des Hohensachsener Rathauses in der Sachsenstraße, ist eine Art Geburtstagsgeschenk an alle, die sich für die Geschichte des Bergbaus im Odenwald und an der Bergstraße interessieren.

Die Eröffnung des Museums nimmt die Gruppe als Anlass für einen ganzen Aktionstag rund um das Kohlbachtal bei Hohensachsen ein. Am Samstag, 27. Juni werden ab 10 bis 18 Uhr insgesamt drei Stationen zu besichtigen sein:

Erstens, halbstündliche Führungen im Besucherbergwerk im Wald. Eine Voranmeldung unter grubemarie@t-online.de ist erforderlich, um Wartezeiten zu vermeiden.

Zweitens, den Kalkofen an der Knappenklause. Auf dem Außengelände des Vereinsheims „Knappenklause“ wird als experimentalarchäologisches Projekt ein Ofen zur Branntkalk-Herstellung in Betrieb gesetzt. Mitglieder informieren hier über die historische Mörtelproduktion und die Grundlagen des Verfahrens.

Und drittens eine Besichtigung mit fachkundigen Erklärungen im neuen Museumsraum im Ortskern von Hohensachsen. Dort erwartet die Besucherinnen und Besucher eine spannende, kleine Ausstellung mit Funden aus der Grube Marie und zur Geschichte des Bergbaus an der Bergstraße und im Odenwald.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Kleinfunden, die während der inzwischen 30-jährigen Forschungsarbeit in den Gruben der badischen Bergstraße entdeckt wurden. Der Fokus der gesamten Ausstellung ist jedoch breiter gesetzt und bezieht die Entstehung der Lagerstätten des Odenwaldes ebenso mit ein wie einen historischen Zeitstrahl, der in eindrücklicher Weise die Entwicklung des Bergbaus von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Schließung der letzten Untertagegrube im Odenwald 1974 aufzeigt.

Trotz der räumlichen Begrenzung der Ausstellungsfläche sieht das Konzept einen kleinen Sonderausstellungs-Teil vor, in dem zunächst in drei Rollups über die Verarbeitung der Eisen- und Buntmetallerze im Odenwald informiert wird. In Zukunft können an dieser Stelle aktuelle Forschungsergebnisse der Arbeitsgemeinschaft präsentiert werden, sodass der Raum immer wieder einen Besuch lohnt. Das kleine Museum wird am 27. Juni zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert und ist ab diesem Zeitpunkt auf Anfrage oder in Verbindung mit den Führungen in der Grube Marie zugänglich.

Die Stationen des Aktionstages sind mit dem ÖPNV über die Bushaltestelle am Anet-Platz in Hohensachsen und den OEG-Bahnhof Großsachsen erreichbar. Als Parkplätze können der Wanderparkplatz Kohlbach oder der Parkplatz am Sportgelände Hohensachsen genutzt werden. Museum, Knappenklause und Grube sind über die Wanderwege 2, den Blütenweg und den Burgensteig durch einen rund drei Kilometer langen Rundkurs miteinander verbunden, der zusätzlich für den Aktionstag ausgeschildert ist.

Die Arbeitsgemeinschaft Altbergbau Odenwald wurde 1996 gegründet. Sie setzt sich bis heute ehrenamtlich für die Erforschung des historischen Bergbaus und der Geologie der Region ein, ist ein wichtiger Kooperationspartner des UNESCO Global Geoparks Bergstraße-Odenwald und der Denkmalpflegen Hessen und Baden-Württemberg. Zu einem der ersten und bis heute wichtigsten Projekte gehören die Erforschung und Erschließung der historischen Blei- und Silbergrube „Marie in der Kohlbach“ bei Weinheim-Hohensachsen.

(Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 19. Juni 2026)

Diesen Beitrag teilen und Freunde informieren:
Zum Inhalt springen