Ein etwas größeres Auto fährt den Vogesenweg hinauf, in seiner Breite kommt es der Straßenkante und damit dem steilen Abhang gefährlich nah. Die Szene, die sich so darstellt, als der Weinheimer Tiefbauingenieur Christian Wind jetzt vor Ort ist, zeigt das Dilemma. Zumindest mittelfristig muss die Standfestigkeit und Sicherheit des schmalen Sträßchens, das sich von der Nordstadt hinauf in den Wald schlängelt, überprüft und ertüchtigt werden. Oben am Vogesenweg gibt es Häuser mit Anwohnern, die improvisieren müssen. Die Müllabfuhr fährt schon lange nicht mehr ganz hoch, die Autos werden immer größer. Nur ein Schleichweg durch den Wald führt von der anderen Seite dorthin. Rettungseinsätze sind heute schon knifflig an dieser Stelle. Die Frage stellt sich also, wie geht es weiter mit dem Vogesenweg. Und wann?
Um Grundlagen für weitere Untersuchungen und Planungen zu haben, hat das Amt für Verkehrsanlagen und Grünflächen jetzt eine Fachfirma mit so genannten Felserkundungsarbeiten beauftragt. Sie werden in einem Zeitraum vom 12. Januar bis zum 23. Januar stattfinden. In einem Schreiben, das die Anwohner schon vor ein paar Tagen erhalten haben, heißt es: „Diese Bohrungen sind zwingend notwendig, um zusätzliche Erkenntnisse für die Planung zur Ertüchtigung der Spundwände entlang des Vogesenwegs zu erhalten und die Verkehrssicherungspflicht langfristig gewährleisten zu können.“
Insgesamt werden vier Bohrungen im unteren Abschnitt bis zum Abzweig Bennweg vorgenommen, von denen jede Bohrung etwa eineinhalb Tage dauert. Für die Dauer einer jeden Bohrung muss der Vogesenweg voll gesperrt werden. Die Zufahrt zu den Anwesen wird dann nicht möglich sein, eine Durchfahrt sowieso nicht. Der Waldweg in Richtung Nächstenbach wird für Notfälle befahrbar sein, die Feuerwehr und die Rettungsdienste sind von der Stadt informiert worden. Fußgänger können an der Baustelle vorbeilaufen.
Geplant ist, dass nach Abschluss jeder Bohrung der Vogesenweg für den Rest des Tages wieder für den Verkehr freigegeben wird, damit Einkäufe und Erledigungen mit dem Auto vorgenommen werden können.
Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 07. Januar 2026