Mit einem gemeinsamen Appell wenden sich Weinheims Oberbürgermeister Michael Möslang, Hemsbachs Bürgermeister Jürgen Kirchner und Laudenbachs Bürgermeister Benjamin Köpfle an die Stimmberechtigten in Hemsbach und Laudenbach: „Nutzen Sie beim Bürgerentscheid am 27. September Ihr Stimmrecht und entscheiden Sie über die Zukunft des Schulstandortes mit. Nach vielen Jahren der Diskussion braucht es eine klare Richtung, damit aus den Planungen endlich eine umsetzbare Lösung wird.“
Für die drei Rathauschefs steht fest: Die Schulen brauchen eine langfristige Perspektive auf unbelastetem Gelände. Das bestehende Bildungszentrum wurde auf einer ehemaligen Deponie errichtet. Seine Unterhaltung bindet bereits heute erhebliche Mittel, ohne die grundlegenden Probleme des Standorts zu lösen. Eine dauerhafte Zukunft lasse sich darauf aus Sicht der Bürgermeister nicht aufbauen.
„Wir sollten keine weitere Zeit verlieren und die aktuell sehr gute Schulbauförderung nutzen, um den Schulstandort auf einem unbelasteten Gelände für zukünftige Generationen zu sichern,“ so Hemsbachs Bürgermeister Jürgen Kirchner.
Weitere Millionen in den dauerhaften Erhalt des bisherigen BIZ zu investieren, wäre nach Einschätzung der drei Bürgermeister wirtschaftlich nicht verantwortbar. Damit würden Gelder verbrannt, die den Kommunen für einen zukunftsfähigen Neubau und andere wichtige Aufgaben fehlten. Hinzu kommt: Das Land stellt für eine Sanierung des bestehenden Bildungszentrums nach aktuellen Erkenntnissen keine Mittel aus der Schulbauförderung zur Verfügung. Die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des laufenden Schulbetriebs müssten selbstverständlich weiterhin gewährleistet werden.
Laudenbachs Bürgermeister Benjamin Köpfle appelliert an die gesamte Bevölkerung, ihr Stimmrecht wahrzunehmen: „Egal, wie Sie abstimmen. Sorgen Sie mit Ihrer Stimme für eine hohe Legitimation, damit es endlich vorangeht.“
Beim Bürgerentscheid stehen unterschiedliche Wege für die künftige Schulversorgung zur Entscheidung. Ein Ja richtet sich gegen die Schillerschulvariante und für den Erhalt der Carl-Engler-Realschule als eigenständige Schule. Ein Nein ermöglicht die weitere Verfolgung der Schillerschulvariante, die einen Neubau des Gymnasiums und eine Sanierung der Schillerschule beinhaltet. Gleichzeitig wäre dies mit einem geordneten Auslaufen der eigenständigen Realschule verbunden. Beide Wege haben langfristige Auswirkungen auf die Bildungsangebote, die erforderlichen Investitionen und die laufenden Ausgaben der Kommunen.
Die Bedeutung der Abstimmung reicht deshalb weit über die unmittelbar betroffenen Schulen und Familien hinaus. Aus den kommunalen Haushalten werden ebenso Kinderbetreuung, Straßen, Sportstätten, kulturelle Angebote und vieles mehr finanziert. Welche Mittel über Jahrzehnte für die Schulen gebunden werden, beeinflusst auch die Spielräume für diese Aufgaben. Die Zukunft des Schulstandorts betrifft damit die gesamte Bürgerschaft.
„Wir haben jetzt die große Chance, den Bildungsstandort Bergstraße sinnvoll und zukunftsweisend zu ordnen und die Aufgaben im Sinne einer guten Bildungsgerechtigkeit auf alle Kommunen des Schulverbandes zu verteilen“, erklärt Weinheims Oberbürgermeister Michael Möslang.
Nach vielen Jahren der Diskussion brauche es eine tragfähige Grundlage für die nächsten Schritte. Eine breite Beteiligung stelle sicher, dass möglichst viele Menschen ihre Vorstellungen in diese wichtige Entscheidung einbringen. Die Bürgermeister appellieren gemeinsam an die Bürgerschaft, diese Gelegenheit zur Mitgestaltung zu nutzen.
Die Wahllokale in Hemsbach und Laudenbach sind am Sonntag, 27. September 2026, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Auch eine Teilnahme per Briefabstimmung ist möglich. Informationen zur Abstimmung, zu den Standortvarianten, zur Finanzierung und zu den unterschiedlichen Positionen stehen auf der offiziellen Seite www.schulverband-nbb.de bereit.
Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 21. September 2026