Angezogen wäre er schon mal, der Schneemann für den Weinheimer Sommertagszug am Sonntag, 15. März. Aber er wird sein Kleid nicht lange tragen.
Wie immer, wenige Tage vor der Veranstaltung, bekam der Baubetriebshof der Stadt jetzt Besuch von der früheren Schulrektorin und Stadträtin Christina Eitenmüller und von Jasmin Gutzeit, einer brauchtumsbegeisterten Lehrerin der Friedrich-Grundschule. Gemeinsam hatten die beiden Pädagoginnen in den vergangenen Tagen aus Laken und anderen Stoffen die Kleidung des großen Schneemannes genäht, der am Sonntag dem Sommertagszug vorangetragen wird. Das Metallgestell lagert das Jahr über im Bauhof der Stadt. Wie immer unterstützten Kulturbüro-Mitarbeiterin Sabrina Bessler und Bauhof-Mitarbeiter Holger Harnisch die beiden Frauen. Harnisch kennt den Schneemann im wahrsten Sinne des Wortes in- und auswendig; schließlich trägt er ihn Jahr für Jahr die ganze Strecke.
Die Kleidung des Schneemannes ist natürlich jedes Jahr neu – schließlich wird sie ja am Sommertagszug symbolisch verbrannt. Christina Eitenmüller ist auch Mitglied im Sommertagskomittee und ausgewiesene Sommertagsexpertin, die am Sonntag gemeinsam mit Moderator Frank Schuhmacher in der Bahnhofstraße, wo sich die Zugteilnehmer begegnen, den Zug erklärt.
Der Zug, der sich um 14 Uhr an der Peterskirche in Bewegung setzt, wird am Dürreplatz von der Mittleren Hauptstraße über die Bahnhofstraße/Schulstraße in die Fußgängerzone hinein fortgesetzt, von dort über den „Karlsberg“ in die Institutstraße und Richtung Hermannshof und auf der Roten Turmstraße vorbei am Schloss. Am breiten Eingang gegenüber der Schlossgartenstraße geht es dann in den Schlosspark, wo der Schneemann auf der großen Wiese verbrannt wird. Die Wagen des Zuges fahren auf der Roten Turmstraße weiter in Richtung Lützelsachsen.
Mit über 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Weinheimer Sommertagszug der größte an der Bergstraße.
Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 09. März 2026