Die symbolische Handlung war relativ profan und bürgerlich für eine Prinzessin und eine Königin. Beherzt griffen Florine Mathieu, ihres Zeichens Corso-Königin der südfranzösischen Stadt Cavaillon, und die Weinheimer Blütenprinzessin Sabrina II. zum pudergezuckerten Kräbbel-Gebäck – und bissen herzhaft zu, bis die Marmelade tropfte. Das verbindet. So wie die Partnerschaft zwischen den beiden Städten Weinheim und Cavaillon, die seit über 60 Jahren besteht.

Die Karnevalsgesellschaft Weinheimer Blüten ist seit langen Jahren ein wichtiger Motor dieser Jumelage. Das betonte jetzt wieder Oberbürgermeister Manuel Just bei einem Empfang im Rathaus bei Kräppel und Sekt. Aus Cavaillon war eine kleine Delegation zum Blütenball der Fastnachter angereist, mit Corso-Königin Florine an der Spitze, begleitet von ihrer Mutter Christel und Marie Christin Derive aus der Stadtverwaltung in Cavaillon.

OB Just empfing die Freunde aus Frankreich gemeinsam mit Gabi Lohrbächer-Gérard, die im Weinheimer Rathaus für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Die Blüten waren mit ihrer Vorsitzenden Helga Eibel und deren Stellvertreter Rüdiger Krauth vertreten, außerdem durch Peter Dähler und Stadtrat Andreas Kränzle. Es war das erste Mal, dass eine Corso-Königin zum Ball der Prinzessin nach Weinheim reiste.

Marie-Christine Derive überbrachte die besten Wünsche von Bürgermeister Gérard Daudet, und OB Manuel Just bekräftigte das gute Verhältnis zwischen den beiden Städten. Gerade in einer Zeit, so Just, in der sich europakritische Stimmen und Gedanken mehren, seien diese Städtepartnerschaften besonders wichtig. Die Kommunalverwaltungen könnten allerdings nur einen Rahmen für Begegnungen bieten. Gelebt werden müsse die Partnerschaft direkt von den Menschen. Die „Blüten“ seien hierbei vorbildlich, bescheinigte der OB.

Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 22. Januar 2024