Weinheim wird wieder bunt in den nächsten Tagen, auf eine ganz eigene Art:  Die Corps-Studenten der Verbindungen WSC und WVAC bevölkern ab Donnerstag, dem Himmelfahrtstag 9. Mai, wieder die Zweiburgenstadt an der Bergstraße. Dann prägen die bunten Uniformen, Mützen und Säbel wieder das Bild rund um den Marktplatz. Der gesellschaftliche Höhepunkt des Besuchs ist der Festakt am Samstagmorgen und am Samstagabend, 11. Mai,  21.30 Uhr der Fackelzug von der Wachenburg mit öffentlichem Zapfenstreich auf dem Marktplatz. Vier Tage lang sind die Corpsstudenten in der Stadt zu Gast: Am Donnerstag, 9. Mai, empfängt Oberbürgermeister Manuel Just die Studenten im Großen Sitzungssaal des Rathauses.

Wie kam Weinheim zu seiner zweiten Burg nach der Windeck und zu der Verbindung zu den Corps? Und warum gehört die Wachenburg eigentlich den Studenten? Die beiden Studenten-Vereinigungen hatten sich die Stadt Weinheim schon 1864 für jährliche Tagungen herausgesucht, wohl wegen der zentralen Lage zwischen den Technischen Hochschulstandorten Karlsruhe, Stuttgart, Hannover und Zürich.

In den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts fassten die Studenten den Beschluss, sich fest in Weinheim niederzulassen. Sie planten den Bau eines Festplatzes und einer Gedenkstätte, an der gleichzeitig den gefallenen Angehörigen des Krieges von 1870/71 gedacht werden sollte. Um die Jahrhundertwende plante die Stadt Weinheim parallel einen Aussichtsturm mit Schutzhütte auf dem Wachenberg. So kam es zu den ersten Gesprächen über einen Neubau.  Gebaut wurde die Wachenburg in den Jahren 1907 bis 1928 in verschiedenen Abschnitten. Damit ist sie die jüngste Burg der Bergstraße. Im Moment wird ein Treppenaufgang der Burg saniert; die Stadt gibt dazu einen kräftigen Zuschuss.

Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 07. Mai 2024