Solardach- Potential-Analyse, Fernwärmeversorgung für den Bauhof, Erweiterung des Fernwärmenetzes, Bau von PV-Freiflächenanlagen, ein Förderprogramm für Dach- und Fassadenbegrünung, Wasserspender an Schulen –  das sind nur einige Projekte und Maßnahmen, die von der Stadt im Rahmen eines energiepolitischen Arbeitsprogramms European Energy Award (EEA) schon umgesetzt oder neu aufgesetzt werden. „Beim Thema Klimaschutz sind wir heute ganz anders aufgestellt als vor ein paar Jahren“, betonte Oberbürgermeister Manuel Just am Mittwoch bei der Klimaschutzkommission, die das Arbeitsprogramm dem Gemeinderat für seine Sitzung am 13. Dezember vorschlägt. Sprecher der Fraktionen lobten das Programm, das insgesamt 52 Maßnahmen enthält.  Es handelt sich um 22 bereits laufende Maßnahmen, die fortgeführt werden, sieben Maßnahmen aus vorherigen Jahren sowie 23 neue Maßnahmen. Insgesamt soll der Gemeinderat im Rahmen des Haushaltes 2024 für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen die erforderlichen Mittel in Höhe von 455 000 Euro bereitstellen.

Ein Großteil der Projekte und Ideen beziehen sich auf Kommunikationsmaßnahmen, was auch Bürgermeister Andreas Buske begründete. Ob die Energie- und Klimawende gelinge, hänge ganz wesentlich von der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger ab. „Wir müssen in der Bürgerschaft ein gutes Klima für den Klimaschutz schaffen“, hieß es auch in der Kommission. Auch der Klimaschutzexperte Peter Kolbe von der Kommunalen Energieberatungsagentur KliBa begrüßte den Kommunikationsschwerpunkt und sprach von einem „sozialen Kipppunkt“, der in der Gesellschaft vermieden werden müsse.

Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 06. Dezember 2023