Mut und Zuversicht – literarische Visionen für morgen“ lautet das Motto des diesjährigen Literatursommers Baden-Württemberg, von dem das Literaturfestival Weinheim ein Teil ist. Ein hoher Anspruch, aber dass das Festival für kurze Zeit auf der Kippe stand, lag nicht daran, sondern am (fehlenden) Geld. „Wir haben einige großzügige Einzelspenden bekommen und ein Sponsor der vergangenen Jahre, der sich bereits zurückgezogen hatten, ist wieder eingestiegen. Damit und mit viel ehrenamtlicher Arbeit wird es auch in diesem Jahr wieder ein Literaturfestival in Weinheim geben“, sagt Wolfgang Orians, der „Cheforganisator“.

Und es wird einige Neuerungen geben: An erster Stelle zu nennen ist das Pop-up-Kinder- und Jugendliteraturhaus. Vorlesen fördert bei Kindern nicht nur Sprachentwicklung und Wortschatz, sondern hat auch einen starken Einfluss auf mentale und emotionale Stärke. Wenn ältere Kinder und Jugendliche Bücher lesen, hat das nicht nur Einfluss den schulischen und beruflichen Erfolg, sondern auch auf die gesellschaftliche Teilhabe. Soweit die Erkenntnisse der Wissenschaft.

Gerade in Zeiten, in denen die schädlichen Auswirkungen von zu viel „Social-Media-Konsum“ allenthalten diskutiert werden, will das Literaturfestival Weinheim Leseförderung für Kinder und Jugendliche anbieten, auch für solche aus nicht literaturaffinen Haushalten.

Dafür soll in der Innenstadt für drei Wochen ein Pop-up-Kinder- und Jugendliteraturhaus entstehen, das niederschwellige Angebote macht und mit Kindertagesstätten und Schulen zusammenarbeitet. Angeboten werden Manga-Workshops, Schreibwerkstätten, Lyrik für Kinder, Lesungen und viele Mitmach-Aktionen. Lena Raubaum aus Wien wird dabei sein und Nina Schiefelbein, eine der Autorinnen der „Drei ???“ – Bücher. Neben den Veranstaltungen wird es für Kinder- und Jugendliche die Möglichkeit geben, einfach im Pop-up-Kinder- und Jugendliteraturhaus vorbeizukommen, an Aktionen teilzunehmen oder nur ein Buch zu lesen.

Das „Pop-up-Kinder- und Jugendliteraturhaus“ wird vom 20. September (Weltkindertag) bis zum 9. Oktober 2026 geöffnet haben.

Wer Romane oder Sachbücher liest, die sich mit der Zukunft beschäftigen, dem kann angst und bange werden: Die KI hat die Macht übernommen, ein Atomkrieg hat die Welt verwüstet, der Klimawandel Leben unmöglich gemacht, eine Pandemie die Menschheit zum größten Teil ausgerottet, Außerirdische bedrohen die Erde … Aber kann es nicht auch eine gute Zukunft geben? Mit dieser Frage wollen wir uns im Literarischen Zukunftslabor beschäftigen. Hierzu haben wir die Schriftstellerinnen Andrea Grill, Theresa Hannig, Lucas Fassnacht und Mario Giordano eingeladen. Jetzt suchen wir junge Menschen bis 25 Jahre und Interessierte aus der Stadtgesellschaft egal welchen Alters, die sich mit den Autorinnen und Autoren Gedanken über ein positives Zukunftsnarrativ machen wollen. Bewerbungen können an wolfgang.orians@literaturfestival-weinheim.de gesendet werden.

Das Literarische Zukunftslabor findet vom 19. bis 21. Oktober statt.

Schließlich wird es auch wieder das Lesefest „Weinheim liest“ mit Lesungen an außergewöhnlichen Orten geben. Ingrid Noll und Silke Ziegler werden dabei sein, aber auch Lukas Wörle, Simon Urban, Jenni Krawiec und viele andere Autorinnen und Autoren. Außerdem gibt es neue außergewöhnliche Leseorte.

Gelesen wird bei „Weinheim liest“ vom 21. bis zum 24. Oktober 2026.

Das Literaturfestival Weinheim ist möglich durch die Unterstützung der Baden-Württemberg-Stiftung, der Freudenberg Stiftung, des Achter Verlages, der Stadt Weinheim, der Volksbank Kurpfalz, der Bürgerstiftung Weinheim, der RNV, der Ulner Kapelle, Weinheimer Leder, Monika Maria Elisabeth Schmitt, Axel Schüssler, Horst-Werner Reiser und vielen ehrenamtlich arbeitenden Literaturbegeisterten.

(Pressemitteilung des Veranstalters und der Stadt Weinheim, 17. Juni 2026)

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