Wer in den vergangenen Tagen den Weinheimer Schlosspark besucht hat, dürfte die Veränderungen rund um den beliebten Aufenthaltsbereich bereits bemerkt haben: Die markanten Bäume am Spielplatz wurden aus Sicherheitsgründen stark zurückgeschnitten und bestehen derzeit nur noch aus ihren Stämmen.
Auslöser war ein Astbruch in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Nach Einschätzung städtischer und externer Baumexperten konnte die Verkehrssicherheit der teilweise von Pilzbefall geschädigten Bäume jedoch nicht mehr dauerhaft gewährleistet werden. Die verbliebenen Stämme sollen im Herbst entfernt werden.
Für viele Weinheimerinnen und Weinheimer ist der Bereich weit mehr als nur ein Spielplatz. Der Schlosspark ist ein beliebter Treffpunkt für Spaziergänge, zum Verweilen auf den Bänken oder für gemeinsame Stunden mit den Enkeln. Entsprechend bedauern viele Besucherinnen und Besucher den Verlust der großen Baumkronen, die bislang nicht nur das Erscheinungsbild prägten, sondern auch angenehmen Schatten spendeten.
Die Stadt kündigt jedoch bereits Maßnahmen für die Zukunft an: Geprüft werden zusätzliche Sonnensegel sowie Ersatz- und Neupflanzungen mit klimaresilienten Baumarten. Ziel ist es, den Bereich langfristig wieder attraktiv zu gestalten und gleichzeitig den Herausforderungen des Klimawandels Rechnung zu tragen.
Auch an anderen Spielplätzen in Weinheim werden derzeit Bäume überprüft. Hintergrund sind regelmäßige Sicherheitskontrollen und zunehmende Schäden, die unter anderem auf Hitze, Trockenheit und Pilzbefall zurückgeführt werden.
Der Anblick der gekappten Baumstämme ist zunächst ungewohnt und für viele sicherlich traurig. Gleichzeitig zeigt der Vorfall, wie schwierig der Spagat zwischen dem Erhalt alter Bäume und der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher geworden ist. Mit den angekündigten Nachpflanzungen besteht die Chance, den Schlosspark langfristig wieder grüner und schattiger zu gestalten.
(Grundlage dieses Beitrags ist eine Pressemitteilung der Stadt Weinheim vom 12. Juni 2026. Der Text wurde für die Senioren-App redaktionell überarbeitet. Foto: Stadt Weinheim.)