Am kommenden Montag geht’s los: Das Viktor-Dulger-Bad wird saniert. Ein Fachingenieurbüro wird den Spannbeton in der Schwimmhalle auf mögliche Schäden durch die chlorhaltige Luft prüfen. Zudem stehen bauphysikalische Untersuchungen an der Außenhülle des Gebäudes an, um den Vorgaben des Klimaschutzpakts des Landes Baden-Württemberg gerecht zu werden.

Die Sanierung des Viktor-Dulger-Bades umfasst einen erweiterten Sanierungsumfang, der insbesondere auf Klima- und Ressourcenschutzmaßnahmen abzielt. Dabei bleibt der Baukörper weitgehend erhalten. Für die Neukonzeption der Grundrissorganisation wird das Bad an die KOK-Richtlinien angepasst. Neben der Erweiterung und Optimierung der Sanitär- und Umkleidebereiche werden auch neue Personalräume mit eigenen Sanitäreinheiten geschaffen.

Die geplanten Verkehrsflächen und Erschließungszonen berücksichtigen die Bedürfnisse der Nutzer durch großzügige Angebote an Sitzbänken, Schrankblöcken, Stiefelgang und Schuhwechselzonen sowie einen Föhnbereich. Die Öffnung des Foyers zur Badehalle hin schafft eine großzügige, helle und einladende Raumatmosphäre und bietet gleichzeitig eine Wartezone mit Einblick auf die Badeplatte.

Besonderer Wert wird auf die Barrierefreiheit gelegt. Dies umfasst sowohl die Erschließung des Bades als auch die Nutzung durch Behinderten-WCs, Rollstuhlwechselzonen und unterfahrbare Wandschränke. Die Schwimmhalle wird zur Gartenseite hin komplett verglast, wobei das bestehende Schwimmerbecken eine Edelstahlauskleidung erhält. Die äußere Gestaltung der Badehalle bleibt erhalten.

Die Technikräume befinden sich im Untergeschoss und beherbergen die gesamte Badewassertechnik, Warmwasserbereitung, Wärmeerzeugung und Verteilung. Die Ablufteinheit für die Badehalle ist im Zwischengeschoss über der Umkleide installiert. Die Planung sieht vor, die HLS-Technik (Heizung, Lüftung, Sanitär) aufgrund der geringen Flächen wie im Bestand zu verorten. Der bestehende Technikkeller wird für die BWT (Badewassertechnik) ertüchtigt und die bisherige Einbringung weiter genutzt. Um kurze Leitungswege zu generieren, wird die Elektrotechnik zukünftig im Bereich der Badehalle montiert.

Im Gebäude werden die Raumdecken, insbesondere in der Schwimmhalle, im Umkleide- und Sanitär- sowie im Foyerbereich, hinsichtlich Schall- und Brandschutz ertüchtigt. Für die Grundrissoptimierung sind Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude erforderlich, die teilweise in das bestehende Tragwerk eingreifen und entsprechende statische Maßnahmen erfordern. Das Gebäude wird gemäß der brandschutztechnischen Stellungnahme ertüchtigt.

Mit der geplanten Sanierung und Modernisierung wird das Viktor-Dulger-Bad hinsichtlich der Badewasser-, Heizungs- und Lüftungstechnik auf den neuesten Stand gebracht und die Aufenthalts-, Freizeit- und Nutzungsqualität optimiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8.484.500 € brutto. Die Sanierungsmaßnahmen werden voraussichtlich bis Oktober 2025 abgeschlossen sein.

Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 01. Juli 2024