Naturnahe Wiesenflächen können auch in der Stadt viel zur Artenvielfalt und zum Insektenschutz beitragen. Die Grünflächenabteilung der Stadt Weinheim stellt daher die Mahd auf einigen ihrer Wiesenflächen um. Die Mahd wird künftig insektenschonend erfolgen und die Pflanzenvielfalt wird sich erhöhen. Zu den Wiesenflächen, die ab diesem Jahr anders gepflegt werden, gehören die Flächen rund um die Versickerungsbecken in Lützelsachsen-Ebene, die Wiesenflächen im Oberen Sterzfluß in Hohensachsen, die Mandelwiese in der Prankelstraße, die Fläche rund um den Bolzplatz in der Heppenheimer Straße, die Wiesenflächen am Technologiepark, die große Wiese auf dem Alten Friedhof und die Wiesenflächen an der Westtangente zwischen Mierendorffstraße und Multring.

Um das zu erreichen, werden die Flächen seltener gemäht. Nur noch zwei Mal im Jahr ist eine Mahd vorgesehen. Die erste Mahd erfolgt in der Regel Anfang/Mitte Juni. Das Mähgut wird nach der Mahd einige Tage liegen gelassen und anschließend abgeräumt. Das sorgt dafür, dass die Wiesenfläche nährstoffärmer wird. Durch das Liegenlassen des Mähgutes können die Pflanzen aussamen und Insekten sich in Sicherheit bringen, bevor das Mähgut entsorgt wird. Durch den Entzug von Nährstoffen werden Blütenpflanzen gefördert. Das freut nicht nur den Menschen, sondern auch viele nektarsuchende Insekte, die wiederum eine Nahrungsgrundlage für Vögel darstellen. Eine naturnahe Wiesenfläche kann gelegentlich ungepflegt wirken, wenn das Gras hoch steht und viele verblühte Wiesenblumen auf der Fläche stehen. Aber genau diese Phasen sind für den Artenreichtum wichtig. Umso mehr kann man sich dann wieder über die Wochen freuen, in denen es üppig blüht.

Es ist jedoch Geduld gefragt. Eine Mahdumstellung sorgt nicht sofort für artenreichere Wiesen. Es dauert unter Umständen mehrere Jahre, bis ein Erfolg sichtbar wird. 

Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 04. Juni 2024