Auch wenn die Pflanzen im Moment ein kleines Winterschläfchen halten und sich startklar machen für einen bald nahenden Frühling, so sorgt der Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof weit über die Region hinaus gerade für Aufsehen. Das renommierte Reportage-Magazin GEO, die natürliche Schwester des STERN im Hamburger Gruner&Jahr-Verlag, hat den Hermannshof jetzt mit einem Platz im 2024er-Gartenkalender geadelt und damit zu den zwölf schönsten Gärten der Welt gerechnet.

In der Beschreibung der GEO-Redaktion heißt es: „Wahrlich ein triumphaler Auftritt, den die bunten Triumph-Tulpen da auf der Wiese des Schau- und Sichtungsgartens Hermannshof feiern. Die Anlage, vor über 200 Jahren als Park in Weinheim an der Bergstraße von einer Industriellenfamilie in Auftrag gegeben, ist längst der Öffentlichkeit zugänglich. Hinzugehen lohnt sich jetzt besonders, wenn der Judasbaum Pink trägt und auch die Blauregen und Prärielilien dahinter in voller Blüte stehen. Ein Fest für die Sinne!“

Bei GEO spielt der Hermannshof in einer Liga beispielsweise mit dem Baan Botanica in Thailand und dem Royal Botanic Garten in Edinburgh/Schottland. Nur noch ein zweiter deutscher Garten hat es in die „Top 12“ geschafft: Der so genannte Kiesgarten in Hilden/NRW. Für die neue Hermannshof-Doppelspitze Sabine Bomba und Sean Carroll bedeutet die Erwähnung eine Bestätigung ihrer Arbeit.

Im Moment warten zum Beispiel über 1000 Tulpenzwiebeln auf den kommenden Mai. Meistens blühen im März im Garten schon die ersten Krokusse als Frühlingsboten. Der Hermannshof hat dieses Jahr auch sein Führungsprogramm ausgebaut (mehr Infos unter www.sichtungsgarten-hermannshof.de).

Wer sich in der Weinheimer Lokal- und Industriegeschichte ein bisschen auskennt, der weiß: Der große Park besteht schon seit über 200 Jahren. 1888 erwarb Hermann-Ernst Freudenberg (1856-1923) das Anwesen mit Villa und Garten. Nach ihm wurde später der „Hermannshof“ benannt.  Der Hermannshof ist der einzige Sichtungsgarten in Deutschland, der überwiegend privat, nämlich durch das Unternehmen Freudenberg, finanziert wird. Alle anderen Schau- und Sichtungsgärten werden von staatlichen Lehr- oder Versuchseinrichtungen und damit von der öffentlichen Hand getragen. Die Unternehmensgruppe Freudenberg Group trägt durch ihren Finanzierungsanteil von 70 Prozent die Hauptverantwortung für den langfristigen Unterhalt des Gartens. 20 Prozent werden von der Stadt Weinheim finanziert, zehn Prozent erwirtschaftet der Garten selbst. Träger des Gartens ist ein Verein, in dem der Weinheimer Oberbürgermeister kraft Amtes Stellvertretender Vorsitzender ist.

„Was kann man für ein schöneres Kompliment im Jubiläumsjahr bekommen“, freute sich Freudenberg-Kommunikationschef Michael Scheuer im sozialen Netzwerk Linkedin. Die Firma Freudenberg feiert in diesem Jahr am Stammsitz Weinheim und überall auf der Welt das 175. Firmenjubiläum.

Zum Link bei GEO: https://www.geo.de/reisen/hermannshof–weinheim–deutschland_34277130-34277118.html?fbclid=IwAR1VVuR9HGo0Tf-yWPkbQPI_HDlcJcnySqhTWaZuGK9lF1-mtj-tw3VqFvY

Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 9. Januar 2024